Gähn... Kauf mehr Bitcoin.
Der bewährte und richtige Rat für jeden einzelnen Crash lautete: Bitcoin kaufen. Tatsächlich scheint Bitcoin immer wieder an eine Grenze zu stoßen, die er erst durch einen neuen Crash durchbrechen kann. Bitcoin hat viermal mehr als die Hälfte seines Wertes verloren und jedes Mal mehr als er verloren hat.
An diesem Punkt ist es ein Kreislauf.
Michael Hartnett, Chief Investment Strategist der Bank of America, meint, die Wende sei so einfach wie eine Senkung der Zinssätze durch die Fed, wodurch mehr Kapital zur Ankurbelung der Wirtschaft freigesetzt werde.
The Big Picture
Die globalen Märkte gerieten heute Morgen – mal wieder – in Aufruhr, als Händler plötzlich „entdeckten“, dass ihre übertriebenen KI-Hoffnungen vielleicht doch eine Blase aufgebläht haben könnten. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Die NASDAQ-100-Futures gaben nach dem gestrigen Einbruch um 2.38 % um weitere 0.36 % nach. Die S&P-Futures bewegten sich zwar, bewegten sich aber kaum. Der VIX legte deutlich zu. Die großen Indizes befinden sich seit Tagen im Abwärtstrend, und der S&P liegt nun über 5 % unter seinen jüngsten Höchstständen. Grund zur Sorge.
Nvidia hat am Mittwoch die Erwartungen mit seinen Quartalszahlen weit übertroffen – dennoch reagierte der Markt mit einer gehörigen Portion Wut. Die Aktie schoss zwar um 5 % in die Höhe, schloss den Tag aber mit einem Minus von 3.15 %. Im nächtlichen Handel gingen weitere 2 % verloren. Die Deutsche Bank sprach von „bemerkenswerten 24 Stunden“, was eine höfliche Umschreibung dafür ist, dass niemand mehr so recht weiß, was er tut.
Der gesamte Technologiesektor steht unter Druck. Palantir stürzte um fast 6 % ab und verzeichnete vorbörslich weitere Kursverluste. Softbank musste in Japan 11 % einbüßen. Plötzlich herrscht große Besorgnis hinsichtlich der Investitionen in KI, Rechenzentren und der Frage, ob der ganze Boom auf soliden Fundamentaldaten beruht oder nur auf übertriebener Angst, etwas zu verpassen.
Selbst Nvidias überraschend starker Gewinnbericht konnte die Gemüter nicht beruhigen. Zusätzlich angeheizt wurde die Stimmung durch Gerüchte, Softbank und Thiel Macro hätten ihre Nvidia-Anteile abgestoßen, und Michael Burry meldete sich – wieder einmal – zu Wort und sprach von fragwürdigen Bilanzierungspraktiken im KI-Sektor.
Unterdessen veröffentlichte ING am 19. November eine Mitteilung, in der sie sich besorgt darüber äußerte, dass KI „Falschmeldungen erfindet“. Laut dem Analysten geben Topmodelle in 40 % der Fälle falsche Behauptungen von sich, und neuere Modelle reagieren auf alles – selbst wenn sie es eindeutig nicht sollten. Anders ausgedrückt: Die Sprachgewandtheit nimmt zu, die Genauigkeit ab, und die Panik wächst.
Und dann wären da noch die Krypto-Aktien – die traditionellen Prügelknaben, wenn es im traditionellen Finanzsektor zu Einbrüchen kommt. Coinbase brach gestern um 7.44 % ein. MicroStrategy – auch bekannt als Bitcoin-Börse an der NASDAQ – verlor 5 % und blutete über Nacht weiter aus.
Und schließlich Bitcoin selbst.
Derselbe Vermögenswert, der schon unzählige Male für wertlos erklärt wurde. Er hat diesen Monat 24 % „verloren“ und dümpelt aktuell bei rund 82 US-Dollar, nachdem er vor Kurzem noch bei 124 US-Dollar lag. Jetzt kann man sich die Nachrufe, die Hysterie und die Analysen zum Thema „Wertspeicher“ schon vorstellen.
Doch wer lange genug dabei ist, kennt das Spiel. Jedes Mal, wenn die Märkte in Panik geraten, jedes Mal, wenn die Schlagzeilen Alarm schlagen, jedes Mal, wenn die Touristen panisch fliehen … die richtige Strategie war immer dieselbe: Kaufen, solange es günstig ist.
Derselbe Film. Dieselbe Wendung. Anderes Jahr.
-------------------
Autor: Oliver Redding
Seattle Newsdesk /