FBI-Warnung: Kryptobetrüger schicken jetzt Kuriere direkt zu Ihnen nach Hause – und kennen Ihr Passwort.

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 Das FBI hat soeben eine Warnung herausgegeben, die jeden Krypto-Investor dazu veranlassen sollte, zum Telefon zu greifen und seine Eltern anzurufen.


Das Bureau beobachtet einen starken Anstieg einer neuen Variante des altbekannten Liebes- und Anlagebetrugs, der bereits Milliarden aus amerikanischen Portemonnaies geraubt hat. In dieser Version begnügen sich die Betrüger nicht damit, ihre Opfer zur Überweisung von Geld oder zum Online-Kauf von Kryptowährungen zu bewegen. Sie bringen das Geld direkt an die Haustür, oft nachdem sie das Opfer davon überzeugt haben, dass dessen Bankkonto gehackt wurde und die Übergabe von Bargeld an einen Fremden irgendwie sicherer sei. Laut Bureau erscheinen die Boten mit einem „Passwort“, einem „Code“ oder in manchen Fällen der Seriennummer eines bestimmten Dollarscheins, die das Opfer auswendig lernen soll. Sobald das Geld das Haus verlässt, ist es unwiederbringlich verloren.

Die Vorgehensweise ist weitaus perfider als bei herkömmlichen Phishing-E-Mails. Betrüger bauen typischerweise über Wochen oder Monate hinweg Vertrauen auf, beispielsweise über Dating-Apps, soziale Medien oder sogar eine SMS an eine falsche Nummer, aus der sich eine Freundschaft entwickelt. Schließlich kommt das Gespräch auf Investitionen, und eine gefälschte Krypto-Plattform wird ins Spiel gebracht. Sobald die Bank des Opfers die Überweisungen verdächtigt oder der Broker die Liquidation ohne telefonischen Rückruf verweigert, ändern die Betrüger ihre Taktik und fordern die Opfer auf, das Geld direkt abzuheben, manchmal zuvor in Gold- oder Silberbarren umzutauschen. Anschließend wird ein Kurier zur angegebenen Adresse geschickt. Manche dieser Übergaben finden in Einfahrten, andere auf Parkplätzen statt, doch das Ergebnis ist immer dasselbe.

Warum das für Krypto-Händler wichtig ist, selbst wenn man selbst nie darauf hereinfallen würde

Die meisten Leser dieser Website gehören nicht zur Zielgruppe. Die Personen in ihren Kontaktlisten hingegen könnten durchaus dazu gehören. Laut den aktuellsten Zahlen des FBI verloren Amerikaner im Jahr 2025 über 11 Milliarden US-Dollar durch Kryptowährungsbetrug, wobei Personen ab 60 Jahren für rund 4.35 Milliarden US-Dollar dieser Summe verantwortlich waren. Allein das FBI in Boston erfasste zwischen 2023 und 2025 103 Kurierabholungen in ganz Neuengland mit einem Gesamtschaden von über 26 Millionen US-Dollar. Das Internet Crime Complaint Center (ICCC) verzeichnete allein in der zweiten Jahreshälfte 2023 weitere 55 Millionen US-Dollar an kurierbezogenen Verlusten. Öffentliche Bekanntmachung von IC3 Das war der erste Hinweis auf diesen Trend. Seitdem sind diese Zahlen nur noch gestiegen.

Den Aspekt der Operation Level Up übersehen die meisten Leute

Das FBI warnt nicht nur, sondern befreit auch Opfer dieser Banden, bevor sie noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Die „Operation Level Up“, das FBI-Programm zur Aufklärung von Schweineschlachtungen, hat rund 9,000 Opfer benachrichtigt und dazu beigetragen, Verluste in Höhe von etwa 562 Millionen US-Dollar zurückzuerhalten. Anfang des Jahres führte eine koordinierte internationale Aktion zu 276 Festnahmen in Schweineschlachtnetzwerken in Südostasien. Die Betrugszentralen selbst bilden oft das brutale Ende der Lieferkette: Dort werden Menschenhändler unter Androhung von Gewalt gezwungen, die Chat-Aktivitäten zu leiten. Dieses Detail schafft es selten in die Schlagzeilen, erklärt aber, warum diese Maschen so professionell und unerbittlich wirken.

Wenn Sie befürchten, dass jemand in Ihrem Umfeld auf so etwas hereinfallen könnte, sollten Sie ihm Folgendes sagen.

Diese Woche empfiehlt sich ein fünfminütiges Telefonat mit einem Elternteil oder Großelternteil. Sollten sie bei der Erklärung verwirrt wirken, müssen sie es wahrscheinlich noch einmal hören. Betrüger wissen bereits, dass sie die Bank überspringen und direkt zur Haustür zielen müssen, daher muss die Warnung genauso wirksam sein.

Seriöse Institutionen schicken niemanden persönlich vorbei, um Bargeld abzuholen. Keine seriöse Bank oder Investmentplattform wird Sie jemals auffordern, ein Konto aufzulösen und das Geld einem Kurier mit einem geheimen Codewort zu übergeben. Wenn ein Verwandter ein „markiertes“ Konto, eine „geschützte“ Geldüberweisung oder den plötzlichen Bedarf, Ersparnisse in Edelmetalle umzuwandeln, erwähnt, sollten Sie sofort eingreifen. Das FBI empfiehlt außerdem, nach unerwünschten SMS von einer falschen Nummer jeglichen Kontakt abzubrechen, die eigene Adresse nicht an Online-Kontakte weiterzugeben und vorsichtig zu sein, wenn jemand Zuneigung oder Dringlichkeit zu schnell steigert. Diese Ratschläge sind zwar nicht neu, aber die Kuriermasche ist es – und genau das macht aus einem schleichenden Anlagebetrug etwas, das einem Überfall vor der Haustür ähnelt.

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Autor: Cedric Holloway
New Yorker Nachrichtenredaktion
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