Nordkorea weist Krypto-Hacking-Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als „absurde Verleumdung“ – The Data widerspricht…

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Das nordkoreanische Außenministerium wies am Sonntag die Vorwürfe der Beteiligung an jüngsten internationalen Kryptowährungs-Hacking-Fällen entschieden zurück und bezeichnete sie als „Falschinformationen“ und „absurde Verleumdung“. Die Erklärung wurde über die Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) – dem üblichen Verbreitungsweg für offizielle Stellungnahmen aus Pjöngjang – veröffentlicht und warf den USA vor, eine „verzerrte Wahrnehmung“ einer „nicht existierenden Cyberbedrohung“ erzeugt zu haben.

Die Verleugnung und die Daten

Die Dementi erscheinen selbst für nordkoreanische Verhältnisse in einem ungewöhnlichen Kontext. Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs berichtete letzten Monat über nordkoreanisch verbundene Hackergruppen. machte 76 % aller Kryptowährungsverluste durch Hackerangriffe im Jahr 2026 aus. Bis Ende April – nicht etwa wegen einer Angriffswelle aus Pjöngjang, sondern weil zwei massive Diebstähle mit einer Gesamtsumme von 577 Millionen US-Dollar alle anderen in diesem Jahr verzeichneten Diebstähle in den Schatten stellten. Die Lazarus-Gruppe, ein nordkoreanisches, staatlich gefördertes Hacker-Kollektiv, das mindestens seit 2014 aktiv ist, gilt als Drahtzieher beider Operationen.

Die Rhetorik aus Pjöngjang ist auffallend scharf. Das Außenministerium warf Washington vor, „Regierungsbehörden, gefügige Medien und Verschwörerorganisationen“ zu nutzen, um Nordkorea als Cyberbedrohung darzustellen. Die Formulierung ist bekannt – Nordkorea dementiert solche Vorwürfe seit Jahren nahezu identisch, typischerweise nur wenige Tage nachdem neue Blockchain-Analysen mutmaßliche nordkoreanische Agenten mit einem größeren Datendiebstahl in Verbindung bringen.

Der KelpDAO-Hack im Hintergrund

Hinter der Dementi vom Sonntag steht der Angriff vom 18. April auf die dezentrale Finanzplattform KelpDAO, der Berichten zufolge beteiligt Es wurden Kryptowährungen im Wert von etwa 290 Millionen US-Dollar gestohlen. Ermittler und Blockchain-Analysten vermuten die Lazarus Group als Urheber des Angriffs. KelpDAO arbeitet seit der Entdeckung des Hacks mit Strafverfolgungsbehörden und Ermittlungsunternehmen zusammen, obwohl die Wiederherstellung von On-Chain-Geldern in diesem Umfang äußerst selten ist.

Warum die Dementis keine Rolle mehr spielen

Die Krypto-Sicherheitsgemeinschaft betrachtet nordkoreanische Dementis mittlerweile nicht mehr als aussagekräftig. Die forensischen Werkzeuge sind zu ausgefeilt und die On-Chain-Beweise zu detailliert geworden. Jedes Mal, wenn ein bedeutender Hack stattfindet und Gelder über einen bekannten Lazarus-Wallet-Cluster fließen – sei es durch Mixing-Protokolle, Chain-Hopping oder außerbörsliche Handelsplattformen, die sich auf den Transfer sanktionierter Vermögenswerte spezialisiert haben –, wird die Spur länger und detaillierter, unabhängig von den öffentlichen Aussagen Pjöngjangs.

Die wichtigere Frage ist nicht, ob Nordkorea dahintersteckt. Vielmehr geht es darum, warum Kryptowährungen trotz jahrelanger internationaler Aufmerksamkeit weiterhin ein so attraktives Ziel darstellen. Die Antwort liegt in der Struktur: Private Schlüssel lassen sich nicht wie Bankkonten auf dem Rechtsweg beschlagnahmen. Solange die nordkoreanischen Akteure diese Schlüssel kontrollieren, können herkömmliche Sanktionsmechanismen das Geld nicht zurückfordern.

Die Leugnung ist Theater. Die 577 Millionen Dollar sind real.

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Autor: Seta Tsuruki
Newsroom Asien

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