Goldman Sachs hat die Zulassung für seinen ersten Bitcoin-ETF beantragt. Die Struktur ist eher auf regelmäßige Erträge ausgerichtet als auf die Bedürfnisse von Bitcoin-Puristen. Der geplante Fonds würde Bitcoin-bezogene börsengehandelte Produkte kaufen und Call-Optionen darauf verkaufen. Dieses Modell soll regelmäßige Erträge generieren, allerdings auf einen Teil des Gewinnpotenzials verzichten, wenn der Bitcoin-Kurs stark steigt.
Das ist von Bedeutung, denn es signalisiert, dass ein weiterer großer Akteur im traditionellen Finanzwesen nicht nur Krypto-Engagements toleriert, sondern diese auch für Kunden verpackt, die eher eine Rendite als riskante Spekulationen wünschen. Reuters berichtet, Die Einreichung erfolgte am 14. April, und die Reaktion des Marktes war erwartungsgemäß gespalten zwischen „Die institutionelle Akzeptanz weitet sich immer weiter aus“ und „Ja, die Finanzwelt wird alles in ein Einkommensprodukt verwandeln, wenn man ihr nur genug Zeit gibt.“
Die unmittelbare Relevanz für den Handel liegt auf der Hand. Wenn große Banken weiterhin strukturierte Bitcoin-Produkte auf den Markt bringen, könnte dies die Nachfrage von Anlegern steigern, die zwar in Bitcoin investieren möchten, aber direkten Besitz oder starke Kursschwankungen scheuen. Das führt zwar nicht automatisch zu einem direkten Anstieg des Bitcoin-Spotpreises, kann aber den Markt vertiefen und Bitcoin in gängigen Portfolios weiter etablieren.
Es ist auch ein subtiler Hinweis darauf, wo sich der Markt im Adoptionszyklus befindet. Goldman Sachs steigt nicht mehr in den Kryptomarkt ein, weil das Thema neu ist, sondern weil die Kundennachfrage mittlerweile zu groß geworden ist, um sie zu ignorieren. Genau dann verhält sich die Wall Street üblicherweise so, als hätte sie die Anlageklasse erst vor Kurzem entdeckt.
---------------
Autor: Dorian Fenwick
Löschenicon Valley-Nachrichtenredaktion
Noch keine Kommentare
Schreiben Sie einen Kommentar